Autogenes Training

Was ist Autogenes Training?

Das Autogene Training, auch Konzentrative Selbstentspannung genannt, wurde von dem deutschen Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt und 1927 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. 1932 wurde sein Buch “Das autogene Training (Konzentrative Selbstentspannung). Versuch einer klinisch-praktischen Darstellung” publiziert (vgl. Schultz 1932).

Vorbereitung

Der Übende soll eine möglichst bequeme Position einnehmen, die es ihm ermöglichen soll, alle Muskelgruppen zu entspannen.

Wenn der Übende das Autogene Training im Sitzen einübt. wird dabei zumeist die so genannte Droschkenkutscherhaltung empfohlen, d.h. mit leicht nach vorne gebeugtem Kopf sitzen und die Hände entspannt auf den Oberschenkeln ablegen.

Autogenes Training: Unterstufe

Im Autogenen Training wird in eine Unterstufe und eine Oberstufe unteschieden.

Die Übungen der Unterstufe dienen vorrangig dazu, eine verbesserte Entspannung zu erreichen.

Die Unterstufe umfasst üblicherweise 7 (bzw. 6) Übungen (Ruhe-Übung, Schwere- bzw. Muskelübung, Wärme-Übung, Atem-Übung, Herz-Übung, Bauch- bzw. Sonnengeflechts-Übung, Kopf- bzw. Stirn-Übung).

Die Ruhe-Übung wird in der klassischen Sicht des Autogenen Trainigs weniger als Übung sonder vielmehr als Zielvorstellung verstanden, so dass nach Johannes Heinrich Schultz die Schwere-Übung als erste Übungsaufgabe gilt.

Autogenes Training: Oberstufe

Unter der Bezeichnung Oberstufe des autogenen Trainings werden verschiedene Übungen zusammengefasst, die einen (psycho-)analytischen Hintergrund haben und die zu einer Verbesserung der Selbsterkennnis führen sollen. Je nach Lehrmeinung und Schule gibt es dazu verschieden Übungen wie zum Beispiel:

Autogenes Training: Kritik

Zur Kritik an der Person Johannes Heinrich Schultz vergleiche auch den Artikel von Jürgen Brunner und Florian Steger (vgl. Brunner 2006).