Depressive Störungen: Diagnose

Die Diagnose einer Depressiven Störung wird üblicherweise entsprechend den Diagnosekriterien der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases - ICD-10) und des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) gestellt.

Dabei unterscheiden sich die beiden Diagnosesysteme leicht in ihren Kriterien und der Terminologie. Während die ICD-10 zum Beispiel eine wiederkehrende depressive Symptomatik als “Rezidivierende depressive Störung” (ICD-10 F33) klassifizieren würde, benennt das DSM-5 diese Symptomatik als “Major Depression”.

Eine tabellarische Gegenüberstellung der beiden Diagnosesystem finden Sie im Kapitel Affektive Störungen: Diagnose nach ICD-10 und DSM-5.

Für die Diagnosestellung können auch strukturierte Interviews wie z.B. das Strukturierte klinische Interview für DSM-IV (SKID-I) und das Diagnostische Interview bei psychischen Störungen (DIPS) genutzt werden.

Zur weitergehenden Beurteilung des Ausprägungsgrades der Depression sowie des Krankheitsverlaufs können psychologische Testinstrumente wie z.B. die Allgemeine Depressionsskala (ADS) oder das Beck-Depressions-Inventar (BDI) zum Einsatz kommen.