“Frei werden von Zwangsgedanken”

von Hansruedi Ambühl

6. Auflage 2016,  144 Seiten, ISBN: 978-3843600422, ca. 14,99

Der schweizer Psychologe Hansruedi Ambühl beschreibt in “Frei werden von Zwangsgedanken” auf verständliche Art die Hintergründe von Zwangsgedanken und Denkzwängen sowie Wege zur Hilfe und Selbsthilfe.

Frei werden von Zwangsgedanken

Ambühl beschreibt zunächst ausführlich die Hintergründe der Zwangserkrankungen sowie die möglichen Ursachen für Zwangsgedanken und Denkzwänge. Ergänzend stellt er die diagnostischen Kriterien für Zwangsgedanken dar.

Anschließend gibt Ambühl einen umfangreichen Einblick in die therapeutischen Methoden zur Behandlung der Zwangsgedanken, wie z.B. die kognitive Verhaltenstherapie, Übungen zum Thema Achtsamkeit sowie medikamentöse Behandlungsoptionen.

Zum besseren Verständnis der Zwangsgedanken und der Therapiemöglichkeiten tragen neben diesen theoretischen Beschreibungen insbesondere die vielen Beispiele und praktischen Anwendungshilfen bei.

Aus dem Inhalt:

“Im ersten Teil dieses Buches möchte ich Ihnen Zwangsgedanken in ihren verschiedenen Facetten näher bringen und verständlich machen. Anhand verschiedener Fallbeispiele aus meiner Praxis veranschauliche ich typische Erscheinungsformen von Zwangsgedanken und Denkzwängen und beschreibe, wie Zwangsgedanken entstehen. (...) Im zweiten Teil des Buches zeige ich auf, wie Sie sich von Zwangsgedanken befreien können. Sie lernen, wie menschliches Denken funktioniert und was dieses Wissen für den Umgang mit den Zwangsgedanken bedeuten kann. Danach beschreibe ich drei Wege, die Sie zur Veränderung und Bewältigung Ihrer Zwangsgedanken einschlagen können (...)” (S. 9)

”Zwangsgedanken drängen sich immer wieder gegen den Willen auf und lösen darüber hinaus negative Gefühle wie Unbehagen, Angst, Ekel, Anspannung aus. Meistens enthalten diese Gedanken, Impulse oder bildhaften Vorstellungen schreckliche Bedrohungen für die betroffene Person - etwa die Vorstellung, Sie selbst oder ein Angehöriger könnten Schaden erleiden. (...) Der entscheidende Unterschied zu “normalen” aufdringlichen Gedanken liegt in der negativen Bewertung und der daraus resultierenden Bedeutung. Menschen mit Zwangsgedanken erschrecken über ihre aufdringlichen Gedanken und oft auch darüber, dass sie diese Gedanken überhaupt haben.” (S. 13)


Gesamteindruck:

Auch dieses Buch kann und sollte eine persönliche therapeutische Beratung nicht ersetzten, es stellt aber eine sehr sinnvolle Ergänzung für Betroffene und Angehörige dar, um das Phänomen der Zwangsgedanken besser zu verstehen.

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