Hypochondrische Störung

Diagnose nach ICD-10

ICD-10-GM

Die ICD-10-GM definiert die Hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2) als eine Erkrankung, bei der die Betroffenen sich beharrlich mit der Möglichkeit beschäftigen, dass sie an einer oder mehreren schweren und fortschreitenden körperlichen Krankheiten leiden.

Die Betroffenen erleben normale oder allgemeine Körperwahrnehmungen und Symptome oft als abnorm und belastend. Dabei fokussieren sie ihre Aufmerksamkeit meist nur auf ein oder zwei Organe oder Organsysteme des Körpers. Viele Betroffene leiden neben der hypochondrischen Störung auch an Depressionen oder Angsterkrankungen.


ICD-10-Forschungskriterien

Nach den ICD-10-Forschungskriterien wird die Diagnose einer Hypochondrischen Störung gestellt, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

Diagnose nach ICD-11

Die Weltgesundheitsorganisation WHO plant, 2018 die 11. Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (engl. International Classification of Diseases) zu veröffentlichen.

Im aktuellen vorläufigen Beta Draft der ICD-11 (Stand: 23.05.2018) wird die Hypochondrische Sörung unter der Codierung ICD-11 6B23 geführt.

Die endgültige Version der ICD-11 wird voraussichtlich im Sommer 2018 veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass sich die hier aufgeführte vorläufige Codierung bis zur Veröffentlichung der ICD-11 noch wiederholt ändern kann. Den aktuellen ICD-11 Beta Draft finden Sie im Internet unter WHO: ICD-11 Beta Draft. Weitere Informationen werden wir hier im Verlauf entsprechend ergänzen.

(vgl. WHO 2017, WHO 2018)