Pathologisches Horten

Pathologisches Horten (engl. Hoarding Disorder), auch bekannt als zwanghaftes Horten, Sammelzwang oder Messie-Syndrom, ist charakterisiert durch ein exzessives Sammeln oder Aufheben von Gegenständen, das - im Gegensatz zum “normalen Sammeln” - zu einer zunehmenden Unordnung in der Wohnung der Betroffenen und/oder an ihrem Arbeitsplatz führt, und das zu einer zunehmenden Einschränkung in sozialen und/oder beruflichen Bereichen führt.

Die Aufgabe, einige oder alle der gehorteten Gegenstände wegzuwerfen, führt bei den Betroffenen zu einem ausgeprägten Unwohlsein. Selbst der Gedanke, sich von einigen dieser Objekte trennen zu müssen, führt bei den vom Pathologischem Horten Menschen zu aversiven emotionalen Reaktionen, wie z.B. Stimmungstief, Ängstlichkeit oder Gereiztheit.

Die meisten der gehorteten Gegenstände würden von anderen Menschen als wertlos betrachtet werden, aber die Betroffenen, die unter Pathologischem Horten leiden, erleben eines überwältigendes Bedürfnis, diese Gegensände zu behalten - weil sie diese Gegenstände in Zukunft brauchen könnten, und/oder weil sie sich ohne diese Objekte unwohl oder unsicher fühlen würden.

Während das Sammeln beim Pathologische Horten ein eher aktiver Vorgang ist, kommt es beim Desorganisationssyndrom und beim Verwahrlosungssyndrom zu einer vorwiegend passiven Ansammlung von Objekten.


Pathologisches Horten: Prävalenz

Die Prävalenz des Pathologischen Hortens wird auf ca. 2 bis 5% in de Allgemeinbevölkerung geschätzt.


Pathologisches Horten: Diagnose

Pathologisches Horten ist durch die folgenden Merkmale charakterisiert:


Pathologisches Horten: Symptome

Zu den Symptomen des Pathologischen Hortens gehören u.a.:


DSM-5 300.3

Die American Psychiatric Association (APA) hat das Pathologisches Horten als so genannte Hoarding Disorder in die 5. Revision des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders - DSM-5 aufgenommen (Ziffer 300.3).


Pathologisches Horten: Therapie

Für die Therapie des Pathologischen Hortens werden die Psychotherapie, insbesondere die Kognitive Verhaltenstherapie, sowie die medikamentöse Behandlung empfohlen.