Klinische Psychologie
und Psychotherapie

Klinische Psychologie und Psychotherapie

PTBS (PTSD) bei
Polizei und Hilfsorganisationen

Die Angehörigen von Polizei und anderen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Feuerwehr und Rettungsdienst, sind in einem überdurchschnittlich hohem Maß mit belastenden und zum Teil auch traumatisierenden Situationen konfrontiert.

Das Risiko für das Auftreten einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS / PTSD) ist in diesen Berufsgruppe deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung.

In den bisher durchgeführten Studien lag die Lebenzeitprävalenz der PTBS - also die Häufigkeit, mit der im Laufe des Lebens eine Posttraumatische Belastungsstörung auftritt - bei Polizisten bei ca. 10%.

Neben der direkten Konfrontation mit einem traumatisierenden Ereignis müssen sich viele Polizisten auch über den Kontakt mit Opfern oder Angehörigen sehr häufig mit traumatisierenden Ereignissen befassen.

Während in der Vergangenheit für die Diagnose einer PTBS ein direktes Erleben des traumatischen Ereignisses bei sich oder anderen gefordert wurde, hat die American Psychiatric Association (APA) in ihrem 2013 erschienen Diagnosemanual Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) eine wichtige Änderung eingeführt. Nach den aktuellen DSM-5-Kriterien für die PTBS kann auch eine “Wiederholte oder sehr extreme Konfrontation mit aversiven Details des traumatischen Ereignisses” zum Auftreten einer PTBS führen.

Diese Veränderung in den PTBS-Diagnosekriterien wurde explizit deswegen eingeführt, um den möglichen Traumatisierungen von Hilfs- und Sicherheitskräften Rechnung zu tragen, wie also zum Beispiel von Polizisten, die beruflich wiederholt mit Fällen von Kindsmißbrauch o.ä. konfrontiert waren.

© Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze
Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.com
 

 

Zum Weiterlesen...

 

“Das PTBS-Arbeitsbuch”
 

Das PTBS-Arbeitsbuch

Das “PTBS-Arbeitsbuch: Wirksame Techniken zur Überwindung von Symptomen traumatischer Belastung” von Mary Beth Williams und Soili Poijula ist ein praxisnahes Buch zur Traumatherapie, das in den USA bereits seit längerem zu einem der meistgelesen Bücher über die Posttraumatische Belastungsstörung gehört. Während die meisten PTBS-Bücher einen Schwerpunkt auf die theoretischen Hintergründe der PTBS legen und nur wenige praktische Übungen enthalten, finden sich im “PTBS-Arbeitsbuch” nach einer kurzen Einleitung über 300 Seiten mit Übungen aus den verschiedensten Bereichen der Traumatherapie.
 

Weiterlesen: ”Das PTBS-Arbeitsbuch” - Buchrezension

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Literatur

PTBS: Fachbücher
 

American Psychiatric Association (2013). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5). Arlington: American Psychiatric Publishing.
Dieses Buch bei Amazon.de >>

 

PTBS: Leitlinien
 

Flatten G, Gast U, Hofmann A, Knaevelsrud Ch, Lampe A et al. (2011). S3 - Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung. Trauma & Gewalt 3: 202-210.

National Institute for Clinical Excellence - NICE (2005): Post-traumatic stress disorder (PTSD). London: NICE (Clinical Guideline 26).

 


© Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze
Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.com
 

 




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Letzte Aktualisierung: Freitag, 25. März 2016
 

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