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Helfen Antidepressiva bei Sozialen Ängsten?

Viele Betroffene fragen sich, warum Sie bei der Behandlung einer Sozialen Phobie bestimmte Medikamente einnehmen sollen, in deren Beipackzettel zunächst darauf hingewiesen wird, dass es sich um so genannte Antidepressiva, also Medikamente, die gegen Depressionen wirken, handelt.

Dies kann bei manchen Erkrankten zu einer so großen Verunsicherung führen, dass sie die Einnahme der Medikamente ablehnen.

Die Gruppe der so genannten “Antidepressiva” setzt sich aus sehr unterschiedlichen Medikamenten zusammen, die alle einen leichten Einfluss auf den Hormonstoffwechsel im Gehirn haben.

Dabei ist nicht jedes Medikament gleich - es gibt Antidepressiva, die vorrangig auf den Serotonin-Stoffwechsel wirken, andere wirken auf den Noradrenalin-Stoffwechsel. Wieder andere Antidepressiva wirken auf beide Stoffwechsel-Systeme, also sowohl Serotonin wie auch Noradrenalin. Und schließlich gibt es auch noch Antidepressiva, die andere Wirkungsmechanismen haben.

Dabei darf man sich jedoch nicht von der Bezeichnung “Antidepressiva” täuschen lassen. Diese Medikamente wurden zwar ursprünglich “entdeckt”, weil sie einen stabilisierenden Einfluss auf depressive Erkrankungen hatten, ihre Wirkung geht jedoch deutlich über den reinen antidepressiven Effekt hinaus.

In der Behandlung der Sozialen Phobie werden insbesondere die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sowie die Selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) eingesetzt. Diese Medikamente zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben dem antidepressiven Effekt auch noch eine deutliche angstlösende Wirkung haben.

Ein Behandlungserfolg stellt sich bei diesen Medikamenten aber - ähnlich wie beim Einsatz als Antidepressiva - erst nach mehreren Wochen ein. Dies ist sehr wichtige Information für die Erkrankten, den sehr häufig setzen die Betroffenen die Medikamenten nach einigen Tagen wieder ab, weil “sie nicht wirken...”. Der angstlösende Effekt tritt aber im Allgemeinen erst nach ca. 3 - 6 Wochen auf.

 

Für weitere Informationen zu den oben beschriebenen Medikamenten beachten Sie bitte unbedingt die aktuellen Informationen der Hersteller sowie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der oben aufgeführten Informationen kann keine Haftung übernommen werden.

Bitte beachten Sie auch unsere Rechtlichen Hinweise sowie die
Hinweise zum Umgang mit medizinischen Informationen!

© Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze
Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.com

 

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Letzte Aktualisierung: Freitag, 25. März 2016
 

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