Zwänge

Als Zwänge bzw. Zwangsstörungen bezeichnet man ein Krankheitsbild, bei dem die Erkrankten unter dem großen Drang leiden, bestimmte Gedanken oder Handlungen immer wieder zu wiederholen.

Zwänge

Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen sind Zwänge dabei ein Phänomen, dass für viele Betroffene mit großen Schamgefühlen einhergeht und deswegen oft verschwiegen oder verheimlicht wird - obwohl sehr, sehr viele Menschen unter Zwängen leiden.

Alleine für Deutschland wird die Zahl der Menschen, die im Laufe ihres Lebens unter ausgeprägteren Zwängen leiden, auf ungefähr 800.000 bis 3,2 Millionen Betroffene geschätzt.

Auf dieser und den folgenden Seiten finden Sie ausführliche Informationen über Zwänge und deren Behandlung für Betroffene und Angehörige.

Ergänzende Fachinformationen für Ärzte, Therapeuten und andere besonders Interessierte finden Sie darüber hinaus auf unserer Internetseite im Kapitel Zwangsstörungen.

Welche Formen von Zwängen gibt es?

Wie oben bereits erwähnt wird bei den Zwängen zunächst einmal in Zwangshandlungen und Zwangsgedanken unterschieden. Daneben gibt es noch einige weitere so genannte Zwangsspektrumsstörungen (siehe unten).

Zwangsgedanken

Als Zwangsgedanken (engl.: obsessions) bezeichnet man Gedanken, Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich den Erkrankten immer wieder aufdrängen und sie immer wieder beschäftigen.

Wie unten weiter beschrieben wird, richten sich die Zwangsgedanken dabei häufig auf die Befürchtung, jemand anderem Schaden zugefügt zu haben bzw. in Zukunft zuzufügen (“...ich habe den Radfahrer beim Überholen bestimmt angefahren...!”; “...ich könnte mein Kind verletzen...!”).

Im Gegensatz zu “normalen” Befürchtungen können die Zwangsgedanken einen sehr hohen Druck auf die Erkrankten ausüben, so dass viele Betroffenen sehr unter diesen Gedanken leiden.

Die Betroffenen versuchen dann zumeist, die Zwangsgedanken zu unterdrücken - was aber in den meisten Fällen nicht gelingt, denn die Zwangsgedanken haben die heimtückische Eigenschaft, dass sie sich beim Versuch, sie zu unterdrücken, erst recht verstärken.

Eine besondere Form der Zwangsgedanken ist der Grübelzwang, bei dem die Betroffenen in endlose Überlegungen geraten und dadurch häufig die Fähigkeit verlieren, notwendige Entscheidungen des täglichen Lebens zu treffen.

Weiterlesen:
   • Zwangsgedanken

Aggressive Zwangsgedanken

Die Zwangsgedanken haben oft einen beunruhigenden oder bedrohlichen Inhalt. Sehr häufig sind dabei aggressive oder gewalttätige Inhalte wie zum Beispiel “Ich könnte meinem Kind / meiner Frau / meiner Familie etwas antun...!” oder “Ich könnte ... verletzten!”. Gefolgt werden diese aggressiven Befürchtungen dann zumeist von einer tiefen Verunsicherung (“Bin ich wirklich so ein Mensch, der so etwas tun könnte?”). Viele Betroffene verbringen sehr viel Zeit damit, über sich selbst nachzugrübeln und im Internet nach Beschreibungen von aggressiven Menschen, Straftätern, Pädophilen usw. zu suchen, jedesmal mit der Frage “Bin ich genauso wie der...?”. Dadurch geraten die Betroffenen meistens in eine noch stärker werdende Verunsicherung, die letztendlich die Zwangsgedanken weiter verstärkt.

Zwangsgedanken mit sexuellen oder obszönen Inhalten

Zwangsgedanken haben häufig auch sexuelle oder obszöne Inhalte, wie zum Beispiel “Ich könnte mich jetzt in der Öffentlichkeit entblößen...” oder “Ich könnte ungewollt Sex mit ... gehabt haben...”. Auch dabei steht bei den Betroffenen wieder nicht das Bedürfnis, eine bestimmte Tat umzusetzen oder ein Bedürfnis zu befriedigen im Vordergrund - sondern eine massive Angst davor, “Ich könnte so etwas tun...”. Auch hier führt der Zwangsgedanke wieder zu einer zunehmenden Verunsicherung.

Zwangsgedanken mit religiösen oder gotteslästerlichen Inhalten

Insbesondere bei religiös geprägten Menschen entwickeln sich die Zwangsgedanken häufig auch um religiöse Inhalte und / oder um die Befürchtung, eventuell bestimmte gotteslästerliche Dinge tun zu können.

Neben den oben genannten Zwangsgedanken gibt es noch sehr viele andere Themen, um die sich die Zwangsgedanken drehen können - zumeist mit sehr bedrohlichen Inhalten. Viele Betroffene stellen sich deswegen immer wieder die Frage: “Warum habe ich bloß immer wieder Zwangsgedanken mit genau diesem Inhalt...? ... Bin ich vielleicht wirklich so ein schlechter Mensch...?”

Grübelzwang

Zu den Zwangsgedanken gehört auch der Grübelzwang, bei dem die Betroffenen in endlose Überlegungen über Alternativen geraten, wodurch sie dann nicht mehr in der Lage sind, notwendige Entscheidungen des täglichen Lebens zu treffen.

Warum habe ich Zwangsgedanken mit genau diesem Inhalt?

Wie oben bereits angedeutet: Die vordergründigen Inhalte der Zwangsgedanken sind letztendlich austauschbar. Der Zwang sucht sich immer genau den Punkt, an dem sich jemand am verletzlichsten fühlt, und entwickelt dann genau dazu die “passenden” Zwangsgedanken.

Betroffene mit großer Angst vor Aggressivität und eventuell auch eigenen schlimmen Kindheits­erfahrungen entwickeln deswegen zum Beispiel oft aggressive Zwangsgedanken - und sind dann natürlich vollkommen entsetzt, dass gerade sie solche Gedanken haben. Menschen mit einer eher strengen religiösen Erziehung können zum Beispiel die oben genannten Zwangsgedanken mit religiösen Inhalten entwickeln - weil sie genau an dieser Stelle am sensibelsten sind.

Der Inhalt der Zwangsgedanken sagt also wenig darüber aus, welche “Undinge” in Zukunft passieren könnten, sondern ist vielmehr ein Hinweis darauf, an welchem Punkt sich jemand unsicher oder von inneren Konflikten begleitet fühlt.

Weiterlesen:
   • Wie kann ich Zwangsgedanken loswerden?

Zwangshandlungen

Zwangshandlungen (engl.: compulsions) oder Zwangsrituale sind Verhaltensweisen, die von den Betroffenen immer wieder wiederholt werden müssen.

Typische Zwangshandlungen sind zum Beispiel der Kontrollzwang, der Waschzwang, der Reinigungszwang, der Berührzwang, der Zählzwang oder der Ordnungszwang.

Auch der Sammelzwang wird häufig zu den Zwangshandlungen gezählt, wobei er auch eigenständig als so genanntes Pathologisches Horten, auch Messie-Syndrom genannt, auftreten kann.

Die Betroffenen erleben die Zwangshandlungen oft als Vorbeugung gegen ein befürchtetes Ereignis, das ihnen oder anderen Schaden bringen könnte oder bei dem sie selbst Unheil anrichten könnten.

Sehr typisch für die Zwangshandlungen ist dabei, dass die meisten Betroffenen ihr Verhalten selbst als sinnlos und ineffektiv erleben und sie versuchen, die Zwangshandlungen zu stoppen - dies jedoch ohne dauerhaft gegen die Zwänge angehen zu können.

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   • Zwangshandlungen

Kontrollzwang

Der Kontrollzwang gehört zu den häufigsten Zwangshandlungen. Beim Kontrollzwang müssen die Betroffenen immer wieder nachkontrollieren, ob zum Beispiel ob der Herd ausgeschaltet ist, ob Fenster oder Türen geschlossen sind usw. Die Betroffenen haben dabei oftmals die Befürchtung, dass durch ihre “Unachtsamkeit” - beziehungsweise durch ein Unterlassen des Kontrollierens - ihnen selber oder jemand anderem ein größerer Schade entstehen könnte.

Viele Betroffene stellen sich dabei die Frage, wieviel Kontrollieren eigentlich noch “normal” ist, und wann ein Zwang beginnt. Der Übergang von einem “normalen” Kontrollieren zu einem Kontrollzwang ist fliessend. Ein wichtiger Unterschied ist, dass man durch das “normale” Kontrollieren eine Absicherung erhält (“Ich habe den Herd kontrolliert und bin mir jetzt sicher, dass er ausgeschaltet ist!”), während das Kontrollieren beim Kontrollzwang - wenn überhaupt - nur zu einem sehr kurzem Gefühl der Sicherheit führt, welches dann sehr schnell wieder der Unsicherheit weicht (“...habe ich den Herd jetzt wirklich ausgeschaltet...? Vielleicht sollte ich besser noch einmal den Schalter anfassen, damit ich mir wirklich sicher sein kann...?”).

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   • Kontrollzwang

Reinigungszwang

Beim Reinigungszwang leiden die Betroffenen unter dem großen Druck, bestimmte Objekte wie zum Beispiel Kleidungsstücke oder Türklinken - bis hin zur gesamten Wohnung - immer wieder reinigen und zum Teil auch desinfizieren zu müssen, ohne dass noch eine Verschmutzung sichtbar wäre. Im Hintergrund des Reinigungszwangs steht dabei oftmals die Befürchtung, dass andere Menschen erkranken könnten, wenn sie den vermeintlich“verschmutzten” Gegenstand berühren.

Den meisten Betroffenen ist dabei bewusst, dass ihre Reinigungsrituale zu komplex und überwertig werden. Die Angst davor, anderen Menschen durch das Unterlassen des Reinigens möglicherweise einen Schaden zufügen zu können, überwiegt jedoch so sehr, dass die Betroffenen sich schließlich diesem inneren Druck beugen müssen und wieder das Reinigungsritual durchführen.

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   • Reinigungszwang

Waschzwang

Der Waschzwang ähnelt dem Reinigungszwang, wobei die Betroffenen beim Waschzwang inbesondere ihren eigenen Körper von Verunreinigungen befreien wollen. Sehr häufig ist dabei das überhöhte Händewaschen mit zum Teil sehr langen und häufigen Waschritualen. Der Zwang kann dabei so stark werden, dass die Betroffenen so lange weiterwaschen, bis ihre eigene Haut Schaden nimmt. Im Hintergrund des Waschzwangs steht - ähnlich wie beim Reinigungszwang - oftmals die Befürchtung, durch die eigenen “verschmutzten” Hände Krankheitserreger oder Schmutz auf andere Menschen übertragen zu können.

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   • Waschzwang

Berührzwang

Der Berührzwang ist dadurch gekennzeichnet, dass die Betroffenen bestimmte Gegenstände oder Personen immer wieder berühren müssen. Viele Betroffene kennen zum Beispiel das Phänomen, dass sie auf dem Weg zur Arbeit oder bei sonstigen Spaziergängen immer wieder an bestimmten Orten Gegenstände wie Zaunpfähle, Bäume usw. nach einem ganz bestimmten Muster berühren müssen. Das Berühren dieser Gegenstände soll dabei oftmals andere Personen, wie z.B. Angehörige oder Bekannte, vor einem “schlimmen Unheil” schützen. Die Betroffenen leiden im Verlauf der Zwangserkrankung häufig zunehmend unter dem Druck, dass sie selber eine Schuld tragen würden, wenn sie den Berührzwang unterlassen, da sie dann “verantwortlich” für das daraus möglicherweise entstehende “Leid” anderer Menschen wären.

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   • Berührzwang

Zählzwang

Beim Zählzwang müssen die Erkrankten immer wieder in Gedanken bestimmte Zahlenfolgen durchgehen oder bestimmte Rechenaufgaben wiederholen. Dabei stehen nicht irgendwelche mathematischen Leistungen im Vordergrund, sondern - ähnlich wie auch bei den anderen Zwängen - zumeist die Befürchtung, dass etwas Schlimmes passieren könnte oder jemand anderem ein Unheil zustößt, wenn man das Zählen unterlässt.

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   • Zählzwang

Ordnungszwang

In der Diagnostik des Ordnungszwangs wird unterschieden, ob die Betroffenen bestimmte Dinge ordnen und sortieren, weil “sie es selber wollen” und sie sich dann “gut fühlen”, wenn eine bestimmte “Ordnung und Symmetrie herrscht” - oder ob sie unter einem großen innerer Druck leiden, der sie dazu nötigt, unbedingt eine bestimmte Ordnung herstellen zu müssen.

Im ersten Fall, wenn das Ordnen also Zufriedenheit bereitet und sich für die Betroffenen stimmig anfühlt, spricht man - wenn überhaupt - allenfalls von einer zwanghaften Persönlichkeit. Erst wenn der Druck zu Ordnen und das Verlangen nach Symmetrie ein solches Ausmaß erreicht, dass die Betroffenen dadurch in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden, und wenn Sie es trotz wiederholter Versuche nicht mehr schaffen, sich diesem Druck zu wiedersetzen, spricht man von einem Ordnungszwang.

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   • Ordnungszwang

Sammelzwang

Auch beim Sammelzwang muss unterschieden werden, ob sich das Sammeln für die Betroffenen stimmig und passend anfühlt, oder ob es sie es nur “dem Zwang zu liebe” machen, weil sonst ein unerträglicher Druck entstehen würde.

Beim “unnatürlichen” Sammeln muss dann noch dreierlei unterschieden werden:

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   • Sammelzwang
   • Pathologisches Horten
   • Messie-Syndrom

Zwänge: Eine Angsterkrankung?

Die Zwänge und Zwangsstörungen wurden in einigen der heute für medizinische Erkrankungen genutzten Diagnosesyteme lange Jahre als eine Unterform der Angsterkrankungen einsortiert.

Diese Zuordnung der Zwänge zu den Ängsten erscheint auch weiterhin sinnvoll, denn sehr viele Betroffene erleben neben den Zwängen auch eine ausgeprägte Angst, die sich verstärkt, wenn die Betroffenen versuchen, ihre Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen zu unterdrücken.

Weitere Informationen zum Thema Ängste und Angststörungen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Weiterlesen:
   • Informationen zum Thema Ängste für Betroffene und Angehörige
   • Fachinformationen zum Thema Angststörungen

Zwänge: Ursachen

Zwangsstörungen sind ein sehr komplexes Phänomen, bei dem es häufig auch für erfahrene Therapeuten sehr schwierig ist, die Ursache der Zwänge zu ergründen.

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden verschiedene Modelle entwickelt, die versuchen, die Ursachen für das Auftreten von Zwängen zu erklären.

Psychoanalyse

Am Anfang standen dabei insbesondere die Erklärungsversuche der Psychoanalytiker, am bekanntesten dabei sicherlich Sigmund Freud, die versuchten, die Zwänge als Folge von Beeinträchtigungen in der Kindheit und Jugend der Betroffenen zu erklären.

Verhaltenstherapeutische Erklärungen

In den Folgejahren wurden dann von den Forschern zunehmend die so genannten verhaltenstherapeutischen Modelle, auch kognitiv-behaviorale Modelle der Zwangsstörungen genannt, entwickelt.

In diesen Krankheitsmodellen wird davon ausgegangen, dass die Erkrankten bestimmte Faktoren in sich tragen, wie zum Beispiel Belastungen aus der Kindheit, die ein erstes Auftreten der Zwänge verursachen können - und dass es dann bestimmte ungünstige Reaktions- und Verhaltensweisen der Erkrankten gibt, welche die Zwänge weiter festigen und verstärken.

Genetische und neurobiologische Faktoren

Neben den oben genannten psychoanalytischen und verhaltenstherapeutischen Erklärungsmodellen für die Zwänge wird auch immer wieder nach genetischen Faktoren sowie nach neurologischen und biologischen Einfüssen gesucht, welche zum Auftreten oder zum Verfestigen der Zwänge führen können.

Was verursacht die Zwänge?

Die meisten Betroffenen kennen dabei aus ihrer eigenen Erfahrung, dass nicht ein einziges Modell für sie alleine richtig und erklärend ist, sondern dass einzelne Aspekte aus allen Erklärungsmodellen bei ihnen zusammen gekommen sind, und so die Ursache für ihre Zwänge gebildet haben.

Das Ziel einer wirksamen Behandlung der Zwänge ist deswegen nicht vorrangig, eine einzelne Ursache für die Zwänge zu ergründen, sondern vielmehr festzustellen, welche verschiedenen Einflussfaktoren - psychoanalytisch, verhaltenstherapeutisch, genetisch, neurologisch, usw. - zum Auftreten und zum Verstärken der Zwänge geführt haben, und wie sich diese Faktoren beeinflussen und verändern lassen.

Weiterlesen:
   • Zwänge: Ursachen

Zwangsspektrumsstörungen

Neben den oben beschriebenen Zwängen gibt es noch einige weitere Erkrankungen, die eine Ähnlichkeit mit Zwangsstörungen haben oder die mit Zwängen einhergehen können. Diese Erkrankungen werden als so genannte Zwangsspektrumstörungen bezeichnet, weil sie eine Ähnlichkeit mit den “klassischen” Zwangserkrankungen haben, sich aber in einigen Punkten von den “üblichen” Zwängen unterscheiden.

Allen Zwangsspektrumstörungen ist gemeinsam, dass sie mit dem intensiven und schwer kontrollierbaren Drang verbunden sind, ein bestimmtes Verhalten immer wieder auszuführen zu müssen, obwohl dieses Verhalten von den Betroffenen selbst als übertrieben und/oder unnötig empfunden wird.

Dazu gehören einerseits die “klassischen” Zwänge, wie zum Beispiel die Zwangsgedanken, der Waschzwang, der Sammelzwang, der Ordnungszwang usw.

Aber auch sehr viele andere Erkrankungen, von denen man zunächst vielleicht gar nicht vermutet, dass es sich dabei um Zwänge handeln könnte, werden zu den Zwangsspektrumsstörungen gezählt, wie zum Beispiel das pathologische Haare-Ausreißen (die sogenannte Trichotillomanie) bzw. das Haut-Aufkratzen (Dermatillomanie), die Internetabhängigkeit oder die Glücksspielssucht.

Die folgenden Erkrankungen werden zu den Zwangsspektrumstörungen gezählt:

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   • Zwangsspektrumsstörungen
   • Verhaltenssüchte
   • Trichotillomanie
   • Dermatillomanie
   • Internetabhängigkeit

Zwänge: Diagnose

Zur genaueren Diagnostik der Zwänge gibt es verschiedene psychologische Tests, die es den Ärzten bzw. Therapeuten ermöglichen, den Schweregrad und die Ausprägung der Zwänge genauer zu beurteilen. Der Einsatz solcher Testverfahren ist oftmals zu Beginn und im Verlauf der Behandlung sinnvoll, um genauer beurteilen zu können, wie gut die Betroffenen ihre Zwänge überwinden können. Auch das ausführliche Gespräch zwischen Erkrankten und Behandlern ist wichtig, um die möglichen Ursachen der Zwänge zu erfassen.

Eine genaue Diagnose wird dann zumeist entsprechend den Kriterien der ICD-10 bzw. des DSM-5 gestellt. Die Behandlung der Zwänge besteht aus verschiedenen Bausteinen, wie z.B. der Psychotherapie und der Behandlung mit Medikamenten.

Weiterlesen:
   • Zwangsstörungen: Diagnose

Zwänge: Formen

Wie oben schon beschrieben, werden die Zwänge unter anderem in Zwangshandlungen, also z.B. Waschzwänge bzw. Reinigungszwänge, Kontrollzwänge, Ordnungszwänge, Berührzwänge und Zählzwänge, sowie in Zwangsgedanken unterschieden.

Weiterlesen:
   • Zwangshandlungen
   • Waschzwang
   • Reinigungszwang
   • Putzzwang
   • Ordnungszwang
   • Sammelzwang
   • Berührzwang
   • Zählzwang
   • Zwangsgedanken

Zwänge: Behandlung

Es gibt zwei wichtige Bausteine in der Therapie der Zwänge, und zwar die Psychotherapie (wie z.B. die so genannte kognitiv-behaviorale Therapie, auch Verhaltenstherapie genannt) sowie die medikamentöse Behandlung. Welche Behandlungsmethode angewandt wird und ob gegebenenfalls eine Kombination der verschiedenen Behandlungs­möglichkeiten sinnvoll ist, richtet sich nach dem individuellen Krankhheitsbild der Betroffenen.

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   • Zwänge: Behandlung