Zwangsstörungen: Therapie

Es gibt verschiedene Therapien, für die in den bisher durchgeführten Studien eine Wirksamkeit in der Behandlung der Zwangsstörungen nachgewiesen wurde.


Psychotherapie

Ein wichtiger Therapiebaustein ist dabei die Psychotherapie, insbesondere die Kognitiv-behaviorale Therapie, auch Kognitive Verhaltenstherapie genannt.

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Pharmakotherapie

Falls die Betroffenen unter sehr schweren Zwängen leiden und/oder neben den Zwängen auch ausgeprägte Depressionen haben und/oder vorrangig Zwangsgedanken bestehen, kann es sinnvoll sein, neben der Verhaltenstherapie auch Medikamente einzusetzen. Die Betroffenen profitieren zumeist dann am besten, wenn eine auf ihre persönliche Situation ausgerichtete Kombination der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten angewandt wird.

Mittel der Wahl in der medikamentösen Behandlung der Zwangsstörungen sind die sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Hierbei kommen insbesondere die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), z.B. Paroxetin, Fluvoxamin oder Fluoxetin, zum Einsatz. Dabei ist zu beachten, dass die Dosierung bei schweren Zwangserkrankungen häufig höher liegen muss als in der Depressionsbehandlung. Die Wirkung tritt erst nach ca. 6-10 Wochen ein. Dies ist ein wichtiger Fakt, über den die Betroffenen informiert werden müssen, um vorzeitige Therapieabbrüche wegen angenommener “Wirkungslosigkeit” zu verhindern.

Alternativ kann z.B. auch der nicht-selektive Serorotonin-Wiederaufnahmehemmer Clomipramin eingesetzt werden.

Bei wahnhaft anmutenden überwertigen Ideen kann die Gabe eines Neuroleptikums hilfreich sein.

Ergänzend zur Behandlung mit Medikamenten ist die Durchführung einer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung wichtig, denn bei einer reinen Medikamententherapie besteht – auch bei zunächst gutem Erfolg – eine Rückfallrate von ca. 70–80%. Durch die begleitende Psychotherapie besteht demgegenüber eine wesentlich höhere Aussicht auf eine dauerhafte Besserung der Zwangssymptomatik.

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