Klinische Psychologie
und Psychotherapie

Klinische Psychologie und Psychotherapie

Zwangsstörungen: Therapie

Es gibt verschiedene Therapien, für die in den bisher durchgeführten Studien eine Wirksamkeit  in der Behandlung der Zwangsstörungen nachgewiesen wurde. Ein wichtiger Therapiebaustein ist dabei die Psychotherapie, insbesondere die Kognitiv-behaviorale Therapie, auch Kognitive Verhaltenstherapie genannt.

Falls die alleinige Psychotherapie keinen ausreichenden Behandlungserfolg zeigt,  besteht die Möglichkeit einer ergänzenden Behandlung der Zwangsstörung mit Medikamenten.

Die Betroffenen profitieren zumeist dann am besten, wenn eine auf ihre persönliche Situation ausgerichtete Kombination der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten angewandt wird.

© Dr. Sandra Elze & Dr. Michael Elze
Prien am Chiemsee / Rosenheim, www.Dr-Elze.com
 

Pharmakotherapie

Falls die Betroffenen unter sehr schweren Zwängen leiden und/oder neben den Zwängen auch ausgeprägte Depressionen haben und/oder vorrangig Zwangsgedanken bestehen, kann es sinnvoll sein, neben der Verhaltenstherapie auch Medikamente einzusetzen.

Mittel der Wahl sind die sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Hierbei kommen insbesondere die Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), z.B. Paroxetin, Fluvoxamin oder Fluoxetin, zum Einsatz. Dabei ist zu beachten, dass die Dosierung bei schweren Zwangserkrankungen häufig höher liegen muss als in der Depressionsbehandlung. Die Wirkung tritt erst nach ca. 6-10 Wochen ein. Dies ist ein wichtiger Fakt, über den die Betroffenen informiert werden müssen, um vorzeitige Therapieabbrüche wegen angenommener „Wirkungslosigkeit“ zu verhindern.

Alternativ kann z.B. auch der nicht-selektive Serorotonin-Wiederaufnahmehemmer Clomipramin eingesetzt werden.

Bei wahnhaft anmutenden überwertigen Ideen kann die Gabe eines Neuroleptikums hilfreich sein.

Ergänzend zur Behandlung mit Medikamenten ist die Durchführung einer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung wichtig, denn bei einer reinen Medikamententherapie besteht – auch bei zunächst gutem Erfolg – eine Rückfallrate von ca. 70–80%. Durch die begleitende Psychotherapie besteht demgegenüber eine wesentlich höhere Aussicht auf eine dauerhafte Besserung der Zwangssymptomatik.

Weiterlesen: Zwangsstörungen: Pharmakotherapie

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Zum Weiterlesen...

 

“Wenn Zwänge das Leben einengen”
 

Wenn Zwänge das Leben einengen

”Wenn Zwänge das Leben einengen” von Dr. Birgit Hofmann und Dr. Nicolas Hoffmann bietet zunächst einen Überblick über das Thema Zwangsstörungen, gefolgt von einer ausführlichen Erläuterung der verschiedenen Zwangserkrankungen, jeweils ergänzt durch praktische Übungen und Hilfen. Neben den verschiedenen Zwangshandlungen, wie z.B. Reinigungs-, Ordnungs- oder Sammelzwängen, werden auch Zwangsgedanken und “Grübelzwänge” sowie deren Behandlungsmöglichkeiten ausführlich beschrieben. Ergänzt wird das Buch durch ein Kapitel für Angehörige. Das Buch ist auch als eBook erhältlich.
 

Weiterlesen: “Wenn Zwänge das Leben einengen” - Buchrezension

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Literatur

Zwangsstörungen: Fachbücher
 

American Psychiatric Association (2013). Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5). Arlington: American Psychiatric Publishing.
Dieses Buch bei Amazon.de >>

 

Zwangsstörungen: Leitlinien
 

DGPPN (2013): S3-Leitlinie Zwangsstörungen.
Full text (pdf) >>

 


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Letzte Aktualisierung: Freitag, 25. März 2016
 

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